Steward-Ownership im Ökosystem einer zukunftsfähigen Wirtschaft

Selina Hotz

/Mitgründerin

Selina Hotz

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In den letzten Jahren haben sich viele Organisationen gegründet und Bewegungen geformt, die nachhaltigeres Wirtschaften, alternative Unternehmensmodelle und neue Denkansätze bieten.

Prominente Beispiele sind B Corporations, die Gemeinwohlökonomie, oder eben auch Steward-Ownership. Diese unterscheiden sich teilweise in Motivation und Herangehensweise voneinander, aber können ohne Probleme kombiniert werden.

B Corps sind Unternehmen, die mit ihrem Geschäftsmodell positiv auf die Gesellschaft und Umwelt einwirken wollen. B Corps haben den transparenten Prozess der Zertifizierung durch das gemeinnützige B Lab durchlaufen.

Bei der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, mithilfe dessen sich Unternehmen selbst evaluieren und ihr Engagement/Aufstellung in verschiedenen Bereichen überprüfen können. Das Ergebnis ist ein Gemeinwohl-Bericht.

Bei Steward-Ownership handelt es sich um eine Änderung der Eigentumsstruktur des Unternehmens, durch welche die beiden Prinzipien Selbstbestimmung und Vermögensbindung rechtsverbindlich verankert werden. Damit verändert sich die Beziehung von Macht und Kapital in diesen Unternehmen. Unternehmen sind in erster Linie keine Ware – sie sind ein Zweck. Steward-Ownership drückt damit nicht aus, ob ein Unternehmen besonders nachhaltig oder „ethisch“ agiert, sondern setzt an der rechtlichen Struktur selbst und damit der Motivation der unternehmerischen Entscheidungen an. Wenn erwirtschaftete Profite als Mittel zu diesem Zweck und nicht als Selbstzweck dienen, rückt der Grundgedanke des Unternehmens stärker in den Fokus.

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